Dienstag, 11. Dezember 2018

Sonntag, 22. Juli 2018

180 gifte in neugeborenen

gerade lese ich, dass bereits in neugeborenen 180 giftige substanzen nachgewiesen werden können. begleitet mit der frage, ob wir uns alle vergiften wollen. dabei haben neugeborene heute bereits eine lebenserwartung von fast 100 jahren.

das problem ist das analyse-dilemma. alle 10 bis 20 jahre können wir chemische substanzen mit einer tausendfach genaueren dosis feststellen. wurde anfangs im milligramm-bereich getestet, war es später im mikrogramm-bereich, nun bereits im nano-gramm-bereich und teilweise bereits im pico-gramm-bereich.

wir finden in der praxis immer mehr substanzen in immer kleineren mengen. die vorgefundenen mengen sind bereits weit weg von irgendeiner gefährlichkeit. würde man die dilettantischen forderungen der öko-Szene auf wasser umlegen, müsste man das trinken von wasser verbieten, weil man in einem pool mit wasser ertrinken könnte.

wenn glyphosat verboten wird ...

… dann muss man auch kochsalz verbieten. kochsalz ist etwa doppelt so giftig wie glyphosat. der ld-50-wert ist etwa halb so groß wie bei glyphosat. zudem müssten so ziemlich alle konventionellen und biologischen pflanzenschutzwirkstoffe verboten werden, weil sie mit sicherheit nicht umweltfreundlicher sind. das käme einer zwangsökologisierung gleich, die dazu führt, dass für je 2 ha ökologisierte fläche irgendwo auf der erde 1 ha umgepflügt oder Regenwald gerodet werden wird. will das jemand im ernst?


Mittwoch, 27. Juni 2018

glyphosat und der regenwurm

eine weitere studie will nachweisen, dass die anwendung von glyphosat einen negativen einfluss auf regenwürmer hat. die studie können sie unter folgendem link nachlesen:

https://www.nature.com/articles/srep12886

in kübelversuchen wurden zwei regenwurmarten eingesetzt. eine art wurde angeblich negativ beeinflusst, die andere nicht.

der haken an der studie ist die versuchsanordnung. verglichen wird zb. eine mit glyphosat behandelte und eine unbehandelte variante. natürlich mineralisiert ein boden nach einer behandlung mit glyphosat nährstoffe. tut er nach mechanischer bearbeitung auch. zudem erheblich mehr.

aussagekräftig wäre ein vergleich von mechanischer und chemischer behandlung. die würde dann allerdings zum ergebnis kommen, dass die chemischen varianten wesentlich weniger auswaschungsgefährdete nährstoffe produzieren und erheblich höhere regenwurmpopulationen aufweisen. da dieses ergebnis von den studienautoren aber nicht erwünscht ist, wird es offensichtlich auch nicht untersucht.

wollte man wissen, welchen einfluss glyphosat auf regenwürmer hat, müsste man sich nur die mühe machen, 100 felder auf ihre regenwurmpopulation zu untersuchen und die zahl sowie die masse der regenwürmer in relation zur häufigkeit von glyphosat-anwendungen zu setzen.

studie in weingarten

eine studie will beweisen, dass herbizide im weingarten die qualität des weines negativ beeinflussen. sicher ist nur, dass mechanische und herbizide methoden einen einfluss auf den weinstock haben. ob der signifikant negativ ist, kann nicht mit sicherheit gesagt werden. die art der pflege der streifen zwischen den weinstöcken hat natürlich auch einen einfluss auf den wasserhaushalt und die nährstoffverfügbarkeit.

die studie kann unter folgendem link nachgelesen werden:

https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs11356-018-2422-3

die studie weist zudem eine durchaus interessante nebenwirkung der chemischen unkrautregulierung im weingarten nach. im vergleich zu mechanisch bearbeiteten weingärten finden sich bei den drei chemischen varianten 11 bis 17 mal so viele regenwürmer und 15 bis 20 mal so viel regenwurm-biomasse. nachzulesen ist das in table 3, zeile 1 und 2.