Mittwoch, 25. Mai 2016

ideologie oder wissenschaft?

dass die glyphosat-diskussion im wesentlichen eine ideologische diskussion ist, führt dazu, dass nur über ein generelles verbot diskutiert wird. wäre die diskussion wissenschaftlich basiert, würde man über tatsächliche gefährdungen, grenzwerte und partielle verbote diskutieren. da wäre es auch von belang, dass mit einem verbot der sikkation/vorerntebehandlung die belastung für die breite bevölkerung um 98 bis 99 % gesenkt werden könnte. aber das interessiert niemand, der mit öko-ideologischen scheuklappen in die diskussion geht.

paradigmen-wechsel

wie es scheint, führt die aktuelle glyphosat-diskussion zu einem paradigmen-wechsel. die anzeichen mehren sich, dass das derzeit noch herrschende feministen-diktat durch ein öko-diktat ersetzt wird.

spd denkresistent und ideologie-gesteuert?

glyphosat spaltet die deutsche politik. die spd-ministerriege sperrt sich gegen die wiederzulassung von glyphosat. es müssten alle gesundheitlichen risiken restlos geklärt sein. mit dieser denkweise müsste man alle lebensmittel und heiligen kühe wie unser auto, ja sogar das atmen von frischer luft verbieten. bei keinem lebensmittel sind die gesundheitlichen risiken restlos geklärt. autos bringen in deutschland mind. 1600 menschen direkt um, verletzten 10.000e teilweise schwer, belasten die luft mit feinstaub, führen zu allergien und asthma.

die spd präsentiert sich in dieser diskussion als denkresistent und öko-ideologie-gesteuert. diese vernunft-ignoranz erlaubt uns zwar jede menge küchenchemikalien einzusetzen, deren gesundheitliche risiken allesamt nicht restlos geklärt sind.

ein bisschen öko-propaganda genügt, und die genossen springen. sie werfen alles in einen topf. ja, glyphosat könnte im tierversuch krebserregend sein. eine von ungefähr fünf studien behauptet das. kann daraus ein risiko für den menschen abgeleitet werden? bei einhaltung der anwendungsbestimmungen und grenzwerte ist keine gefährdung für den menschen zu erwarten. die aussage des bfr ist eindeutig. es bleibt zu hoffen, dass das irgendwann bis zu den linken scheuklappenträgern in deutschland durchdringt.




Mittwoch, 11. Mai 2016

mehr gelbverzwergungsvirus

ein pflanzenforscher stellt fest, dass die verbreitung des gelbverzwergungsvirus auf glyphosat-flächen höher ist. da kann das glyphosat nun nichts dafür. glyphosat lässt den altbewuchs absterben. neben abgestorbenen getreidepflanzen, die ine inem gewissen umfang mit dem virus infiziert waren, beginnen neue getreidepflanzen zu wachsen. es ist naheliegend, wenn der virus auf den neuen pflanzenbestand bei günstigen bedingungen überspringt. wäre der acker statt der glyphosat-behandlung umgepflügt worden, käme es zu einer weit geringeren übertragung des viruses auf die neue kultur.

tote ferkel durch glyphosat

landwirt petersen ist immer wieder bestandteil von kritischen glyphosat-berichten. der zusammenhang höhere glyphosat-gehalte und höhere missbildungsrate kann durchaus gegeben sein. zuletzt war von einem von 500 ferkeln die rede. als ehemaliger ferkelerzeuger weiss ich aus erfahrung, dass raten bis zu 1 % idr. genetisch bedingt durchaus eintreten können, auch ohne dass die tiere auch nur ein deka glyphosat im futter hatten. ob die geringere missbildungsrate jedoch auf weniger glyphosat oder auf eine andere eiweiss-quelle zurückzuführen ist, erfahren wir von petersen nicht. soja hat eine teilweise bedenkliche phytoöstrogene wirkung. der wechsel von soja auf eine andere eiweissquelle kann ebenso dazu führen, dass die bereits sehr niedrige missbildungsrate nochmals spürbar zurück geht.

sympthomatisch in der diskussion um glyphosat ist, dass viele geschichten in die diskussion geworfen werden, aber keine so gründlich, dass man auch schlüssig einen zusammenhang herstellen kann. am ende bleibt nur der diffuse eindruck, glyphosat würde dieses und jenes verursachen.