Donnerstag, 3. März 2016

wie medien manipulieren

facebook-meldung

in mineralwässern werden vier chemische substanzen nachgewiesen, davon zwei abbauprodukte von pflanzenschutzmitteln und ein wirkstoff eiens bremsenreinigers. die festgestellte menge wird nicht angegeben. insbesondere online-medien springen auf diesen zug auf.

manchmal ist es ganz gut, solchen meldungen auf den grund zu gehen.

erste station ist die homepage einer zeitung, die diese meldung kolportiert. steht nicht viel mehr drin als das übliche.

weiter geht es zur erwähnten umweltorganisation, die die meldung in dieser form ebenfalls verbreitet.

auf der seite der umweltorganisation findet sich ein hinweis auf die der meldung zugrunde liegende studie. die studie arbeitet das thema auf fünf seiten mit fakten auf. es lohnt sich, sie bis zum ende zu lesen, denn die beiden letzten absätze sind am aussagekräftigsten.

im vorletzten absatz ist nachzulesen, dass die festgestellten mengen derart gering sind, dass absolut keine gefährdung für den menschen besteht. darin war in allen meldung bis hin zu facebook nichts zu lesen.

im letzten absatz findet sich der hinweis, dass man sich nicht wundern dürfe, wenn immer mehr chemikalien in die biosphäre entweichen können, dass die analytisch auch wieder irgendwo nachgewiesen werden können.

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